
ISBN 978-3-8334-9102-3
Hardcover, 240 Seiten
27,80 Euro

„Ebenso wie ein Fortleben nach dem Tode, so glaube ich, auch ein Vorleben annehmen zu dürfen.
Ich bin gewiss schon tausend Mal da gewesen und hoffe wohl auch tausend Mal wiederzu- kommen.“
Johann Wolfgang von Goethe

Komm lass uns etwas Gutes tun und dabei sterben! Einen der Millionentode, die wir schon gestorben sind und noch sterben werden. Es ist, als ob wir aus einem Zimmer in das andere gehen.“
Heinrich von Kleist

„Ich fühle, dass es mit meinem irdischen Leben bald aus sein wird. Da ich aber überzeugt bin, dass nichts, was in der Natur existiert, wieder vernichtet werden kann, so weiß ich ganz gewiss, dass meine Seele darum nicht aufhören wird zu leben.
Zwar werde ich im künftigen Leben nicht wieder König sein, aber desto besser; ich werde doch ein tätiges Leben führen, und noch dazu ein mit weniger Undank verknüpftes.“
Friedrich der Große

Psalm 90.3:
(Gott), der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, ihr Menschen- kinder!
Matthäus 11.14:
Jesus spricht zu der Menge über Johannes den Täufer:
Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija,
der wiederkommen soll!
Johannes 9.1+2:
Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
Da fragten ihn die Jünger: Rabbi, wer hat gesün- digt? Er selbst?
Oder haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde?

Entgegen dem kirchlichen Dogma, dass der Mensch nach dem Tode nicht in einem neuen Körper wiedergeboren werde, war Goethe der Meinung, dass jeder Mensch einen göttlichen Funken in sich trage, damit er sich in der Abfolge von Inkarnationen aus eigener Kraft zu einem immer vollkommeneren Menschen entwickeln könne. Auch andere großen Männer des Abendlandes waren Vertreter dieses Reinkarnationsgedankens – so auch der preußische König Friedrich der Große, siehe sein Zitat rechts in der Textbox.
Ebenso war der deutsche Dichter Heinrich von Kleist zutiefst von der Wiederverkörperung der Seele überzeugt; siehe sein Zitat rechts in der Textbox.
Und Carl Gustav Jung, der Begründer der Tiefenpsychologie, meinte zu diesem Thema: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich in früheren Jahrhunderten gelebt habe und dort auf Fragen gestoßen bin, die ich noch nicht beantworten konnte: dass ich wiedergeboren werden musste, weil ich die mir gestellten Aufgaben nicht erfüllt hatte.“
Das waren nur wenige Beispiele, denn die Reihe der Befürworter der Lehre von der Wiedergeburt der Seele ist lang! Die alten Ägypter glaubten daran; und für die griechischen Philosophen Platon und Sokrates war sie ein Eckstein ihrer Philosophie. Pythagoras, der in erster Linie Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler war, vertrat auch die Reinkarnationslehre. Ebenso haben Philosophen wie Kant, Schelling und Schopenhauer diese Doktrin anerkannt. Und auch berühmte deutsche Dichter wie Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Schiller, Heinrich Heine, Gerhard Hauptmann und Hermann Hesse waren neben Goethe und Kleist – wie oben zitiert – Verfechter der Wiedergeburtslehre.
Sollten sich all unsere Vorbilder und Geistesgrößen geirrt haben? Wohl kaum!
Oft treten diese Einblicke in frühere Leben spontan auf, besonders bei Kindern. Bereits Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erforschte Dr. Ian Stevenson, Professor an der Universität von Virginia, dieses Phänomen der Rückerinnerungen an frühere Leben. Er stellte dabei fest, dass zahlreiche Kinder erstaunliche und nachträglich verifizierbare Angaben zu ihren früheren Inkarnationen machen konnten. Aber auch Erwachsene können völlig unvorbereitet von spontanen, also von nicht provozierten Reinkarnationserlebnissen, überwältigt werden – wie es der Autorin Brit Kohun geschehen war (siehe „In Nostradamus Fußstapfen“ – Leseprobe 1. Kapitel).
Es gibt mehrere bekannt gewordene Fälle, die als Beweis für Wiedergeburt angeführt werden, so der Fall des am 17. Januar 1944 in Neu-Delhi geborenen Mädchens Shanti Devi, die stets darauf beharrte, in Wahrheit Annes zu heißen und in der Stadt Muttra zu leben, wo sie mit dem Händler Ahmed Lugdit verheiratet sei. Der amerikanische Reinkarnationsforscher Dr. Ian Stevenson untersuchte diesen Fall und kam zu dem Schluss, dass es sich bei den Rückerinnerungen des neunjährigen Mädchens um ein fünfundzwanzig Jahre zurückliegendes Leben handelte. Auch Professoren der indischen Universitäten von Allahabad, Benares und Lucknow, die dem Phänomen auf den Grund gingen und diesbezüglich Nachforschungen anstellten, waren danach überzeugt, dass es sich bei dem indischen Kind um echte Reinkarnation handelt.
Als lebendige Beweise für die Reinkarnationslehre wird oft auf die sogenannten „Wunderkinder“ verwiesen, die ein hohes Potenzial an Intelligenz besitzen, die u. a. ungewöhnliche Gedächtnisleistungen vollbringen können, ein enormes Sprachtalent vorzuweisen haben oder denen eine außergewöhnliche Begabung mit in die Wiege gelegt worden ist. Als Beispiel wird dabei oft Wolfgang Amadeus Mozart genannt, der bereits im Alter von sechs Jahren ein Menuett für Klavier komponierte. Sein hohes musikalisches Talent könne er sich nur in vorherigen Leben erworben haben.
Die christlichen Kirchen lehnen die Reinkarnationslehre, welche auch ein wichtiger Bestandteil östlicher Religionen ist, strikt ab; sie wird seit Jahrhunderten regelrecht verteufelt. Dabei ist die in sich schlüssige Lehre urchristliches Gedankengut, wovon mehrere Bibelstellen zeugen (siehe rechts die Bibelzitate):
Auch die Kirchenväter Origines (185-154), Hieronymus (347-419) und Augustinus (354-430) sollen Vertreter des „Wiederverkörperungsgedankens“ gewesen sein. Denn in den Anfängen des Christentums ging man davon aus, dass die menschliche Seele nach dem Tod erneut inkarniert – je nachdem, welche Erfahrungen sie zu ihrer Weiterentwicklung und Vervollkommnung benötige. Denn letztlich sei es der Sinn und Zweck allen Lebens innerhalb der materiellen Welt, so Origines, dass sich die Seelen durch viele Inkarnationen läutern und veredeln, bis sie schließlich wieder in die ewige Gemeinschaft Gottes gelangen.
Im 6. Jahrhundert kam es jedoch mehr und mehr zur Verdammung der Lehre des Origenes, der als der einflussreichste Theologe der griechischen Kirche und der bedeutendste der Gesamtkirche vor Augustinus angesehen werden kann. Und auf dem Konzil zu Konstantinopel im Jahre 553 wurde Origenes als Ketzer gebrandmarkt und die Lehre von der Wiedergeburt der Seele, wovon er zutiefst überzeugt war, endgültig abgeschafft und mit einem Bannfluch belegt. Bis zum heutigen Tag glaubt man – und darauf berufen sich nachfolgende Päpste, Bischöfe und Theologen –, dass der Bannfluch über die Reinkarnationslehre vom damaligen Papst Vigilius verhängt worden sei. Es war aber der derzeitige Kaiser Justinians, der vermutlich aus machtpolitischen Gründen zu diesem drastischen Mittel gegriffen hatte. In Wahrheit habe sich Papst Vigilius geweigert, einen diesbezüglichen Bannfluch auszusprechen, weswegen er sich gezwungen sah, diesem besagten Konzil fernzubleiben.
Fortan setzte sich die kirchliche Überzeugung durch, dass der Bannfluch über die Reinkarnationslehre ein Teil des Konzilbeschlusses vom Jahr 553 war, weswegen die Befürworter dieser Lehre unerbittlich verfolgt wurden. Ein berühmtes Beispiel dafür ist der italienische Gelehrte und Dominikanermönch Giordano Bruno, der im Jahre 1600 auch wegen seiner Bekenntnisse zur Lehre der Seelenwanderung vom Inquisitionsgericht als Ketzer verurteilt und in aller Öffentlichkeit auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden ist. Zwar wurde vierhundert Jahre später, nämlich im Jahr 2000, seitens der katholischen Kirche die Hinrichtung Giordano Brunos für Unrecht erklärt, aber der Bannfluch über die Reinkarnationslehre blieb weiterhin bestehen.
Aber denken wir auch an die vielen Dogmen und Irrlehren, welcher die christliche Kirche in den letzten Jahrhunderten unterlag. Denken wir zum Beispiel an die Bannflüche gegen die bedeutenden Astronomen Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei, auf deren Weltbild sich unser jetziges aufbaut, nämlich dass die Erde nicht der Mittelpunkt ist, sondern sich um die Sonne dreht – heute für alle eine Selbstverständlichkeit. Aber zu Lebzeiten wurden ihre Bücher als Teufelswerke verbrannt und Galileo wurde unter Androhung schwerster Folter gezwungen, seine fortschrittlichen Überzeugungen zu widerrufen. Zwar räumte nach jahrhundertlangem Schweigen die Katholische Kirche unter Papst Johannes Paul II. auch im Fall Kopernikus und Galileo ein, Fehler gemacht zu haben, jedoch nur, um nicht ganz ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Die Männer der Katholischen Kirche haben sich seit ihrem Bestehen schon so oft geirrt – absichtlich oder unabsichtlich sei dahingestellt. Es ist an der Zeit, dass der Lehre von der Wiedergeburt der Seele, welche ja urchristliches Gedankengut ist, wieder zum Durchbruch verholfen wird. Denn jeder sollte nach jahrtausendalter Ignoranz des Wiedergeburtsgedankens die Chance bekommen, sich bewusst zu werden, dass er nicht nur für sich selbst und seine Nachfahren Verantwortung zu tragen hat, sondern auch für seine innewohnende Seele, die nach dem irdischen Tod womöglich in ein Umfeld inkarnieren wird oder muss, welches er in vorherigen Leben mitverschuldet hat. – Und die verschiedenen Kirchen sollten sich endlich zusammenschließen, um gemeinsam sich ihrer sozialen, globalen Verantwortung zu stellen, die sie sich auf ihre Fahnen geschrieben haben, nämlich für mehr für Gerechtigkeit in der Welt einzutreten und den Armen und Verfolgten beizustehen.
Zum Schutze der gesamten Schöpfung ist es zudem dringend erforderlich, dass seitens der Kirchen eindeutig Stellung gegen die zerstörerische Atomenergie bezogen wird – und aufgrund von Tomas Johannsens Prophezeiungen zumindest die Europäische Union und jeder einzelne europäische Staat, der Atomkraftwerke betreibt, aufgefordert wird, so schnell wie möglich aus der risikoreichen Atomindustrie auszusteigen.